Charttechnik
So
erstellen Sie Ihre Analyse

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Im linken Eingabefeld wählen Sie den Hauptchart, der angezeigt
werden soll. Die Wertpapier-Suche kann durch Eingabe von verschiedenen
Suchbegriffen (dem Namen des jeweiligen Wertpapiers, der Wertpapierkennummer
oder dem Tickersymbol) durchgeführt werden. Die Suche wird durch die
"Enter- bzw. Eingabetaste" aktiviert. |
Im mittleren Feld wählen Sie denn Intervall der Anzeige. Diese
kann sowohl historisch als auch Intra-Day erfolgen. |
Im rechten Eingabefeld der Wertpapier-Suche kann wiederum nach
einem Wertpapier gesucht werden. Allerdings kann man hier auch bereits aus
einigen Indizes auswählen. Ziel dieser zweiten WP-Suche ist es, den
Hauptchart mit einem Zweiten (z.B. mit einem Index) zu vergleichen. |
Trendlinien
Das
Zeichnen von Trendlinien ist im gesamten Fenster möglich. Ziel dieser Linien
soll es sein, selbst Trends und Kursverläufe einzuzeichnen und sich damit die
eigenen Vorstellungen vom weiteren Verlauf eines Charts zu verdeutlichen. So
soll versucht werden, die historische Entwicklung einer Aktie in die Zukunft zu
projizieren.
Zum
Löschen einzelner Trendlinien, muss die jeweilige Linie markiert und manuell
entfernt werden.
Individuelle Trendlinien
horizontale Unterstützungslinien
Paralellverschieben für Trendkanale
löschen aller eingezeichneten Linien
Fibonacci
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Im
12. Jahrhundert wurde von dem italienischen Mathematiker Leonardo da Pisa die
Fibonacci Zahlenfolge entdeckt. Diese Zahlenreihe bestimmt ein wiederkehrendes
Muster von Verhältnissen. Die Fibonacci-Folgen und der proportionalen Abstand
der einzelnen Zahlen zueinander werden zum Ausmachen von technischen
Widerstands- und Unterstützungszonen verwendet.
Bei
den Fibonacci-Techniken, werden in aller Regel die Verhältniszahlen 0.382 und
0.618 zur Berechnung herangezogen. Eine weitere wichtige Zahl ist die 0.500,
die durch die Fibonacci-Verhältnisse jedoch nicht hergeleitet werden kann.
Diese Zahlensequenz wird im Regelfall in Prozenten angegeben, also mit 32,8%,
50,0% und 62,8%.
Das "Fibonacci Retracement" ist ein
Indikator aus drei Linien, der hilft nachfolgende Gebiete der Unterstützung
oder des Widerstandes als Bereiche für potentielle Trendkorrekturen zu finden.
Dies sind Zonen, in denen Preise stagnieren könnten oder wo ein Preisabfall
gestoppt werden könnte. "Fibonacci Retracement" Linien werden
angezeigt, indem eine Trendlinie zwischen zwei extremen Punkten eingezeichnet
wird, z.B. zwischen einem Tal und der gegenüberliegenden Spitze.
Beispiel:

Wie
wird es gemacht?
1.
Klicken Sie auf das Retracement Icon
2.
Positionieren Sie den Mauszeiger über den Ausgangspunkt A.
3.
Linksklicken und halten Sie die Maustaste gedrückt.
4.
Ziehen Sie die Maus Richtung Endpunkt B, um das Retracement zu zeichnen.
5.
Lassen Sie die Maustaste los.
Hier wird die Distanz zwischen zwei Extrempunkten gemessen und mit
den Verhältnissen der "goldenen" Mitte" multipliziert.
Dadurch
erhält man bestimmte markante Trendpunkte für die Zukunft. Die so gewonnenen
Datumsangaben sollten als Trendwendepunkte angesehen werden. Da die Time
Projection stark in die Zukunft reicht, sollten die gewonnen Datumsangaben mit
Vorsicht behandelt werden u. nur als mögliche Wendepunkte mit einer doch recht
hohen Fehlerquote gesehen werden.
Beispiel:

Wie
wird es gemacht?
1.
Klicken Sie auf das vertikale Linien Icon
2.
Positionieren Sie den Mauszeiger über den Ausgangspunkt A.
3.
Linksklicken und halten Sie die Maustaste gedrückt.
4.
Ziehen Sie mit der Maus in Richtung B.
5.
Lassen Sie die Maustaste los.
Dieses Werkzeug wird verwendet, um ebenfalls
mögliche Widerstand- und Unterstützungslinien
aufgrund der bekannten Verhältniszahlen 38,2%, 50%, etc. auf Kreisbögen
zu finden.

Wie
wird es gemacht?
1.
Finden Sie zuerst eine markante Trendlinie.
2.
An einen der beiden Punkte (hier A) klicken Sie auf das Kreisbogen Linien
Icon
3.
Linksklicken und halten Sie die Maustaste gedrückt.
4.
Ziehen Sie mit der Maus in Richtung B.
5.
Lassen Sie die Maustaste los.
Hier wird ebenfalls die Distanz zwischen zwei
Extrempunkten ermittelt, indem man einen markanten Hoch und Tiefpunkt in dem
Chart verbindet. Auf einer senkrechten Linie werden nun die
Fibonacci-Verhältnisse (61,8%, 50%, 38,2%) eingetragen.
Anschließend
werden vom Tiefpunkt aus Linien durch diese Verhältnispunkte gezogen. Man
erhält nun drei Linien, die beliebig verlängert werden können.
Diese
Linien dienen als Widerstands- und Unterstützungszonen. Ein Durchbruch durch
die letzte der drei Fibonacci-Linien (unterste Linie) wird als endgültiger
Beweis für einen Kursverfall bzw. Kurssteigerung angesehen.
Beispiel:

Wie
wird es gemacht?
1.
Finden Sie zuerst eine markante Trendlinie.
2.
An einen der beiden Punkte (hier A) klicken Sie auf das Fächer Werkzeug
3.
Linksklicken und halten Sie die Maustaste gedrückt.
4.
Ziehen Sie mit der Maus in Richtung B.
5.
Lassen Sie die Maustaste los.
Zoom
Mit
dem Zoom ("Bereich vergrößern") können bestimmte Abschnitte des
Charts vergrößert und somit besser veranschaulicht werden.
Klicken Sie auf das Symbol und wählen mit der
Maus den Bereich im Chart, den Sie vergrößern wollen
Mit "Zoom rückgängig" wird der jeweils
zuletzt gesetzte Zoom wieder rückgängig gemacht
Um zum Ursprungschart (gesamter verfügbarer
Zeitraum) zurückzukehren, klicken Sie einfach auf Vollständiger Chart
Charttyp
Linienchart
Der
Schlusskurs der jeweiligen Börsensitzung wird täglich als Punkt eingetragen -
die Verbindung dieser Punkte ergibt den Linienchart, der die historische
Entwicklung verdeutlicht. Im Intra-Day Chart ist der Linienchart eine direkte
Verbindung der empfangenen Ticks (=jeder einzelne Kurs).

Balkenchart:
Bei
Balkencharts werden für jede Börsensitzung der jeweils erreichte Höchstkurs und
der Tiefkurs eingetragen und mit einem "Balken" verbunden. Der
Eröffnungskurs wird in Form eines kleinen Querstriches auf der linken Seite an
diesem Kursbalken, der Schlusskurs an der rechten Seite dargestellt. Ein roter
Balken signalisiert, analog der Volumen-Anzeige, einen höheren Schlusskurs im
Vergleich zum Vortag; grüne Balken stellen das Gegenteil dar. Blaue Balken
signalisieren gleich bleibende Kurse.

Candlestickchart
Hier
werden auch der Höchst-, Tiefst- und Eröffnungs- und Schlusskurs
berücksichtigt. Jeder einzelne Tag ist wie eine Kerze mit zwei Dochten
aufgebaut. Ist die Kerze innen leer (grüne Kerze), so ist der Kurs zwischen
Eröffnungs- und Schlusskurs gestiegen, ist die Kerze innen gefüllt (rote
Kerze), umgekehrt. Die Spitze des oberen Dochtes ist der höchste Kurs des
Tages, die Spitze des unteren der tiefste Kurs des Tages.

Gefüllter Chart
Dem
gefüllten Chart wird charttechnisch sehr geringe Bedeutung beigemessen und wird
hier nur der Vollständigkeit halber angeführt.
Hierbei wird die gesamte Fläche ausgehend von der x-Achse bis hin zum
eigentlichen Kursverlauf ausgefüllt.

Achsenskalierung
Bei
der Achsenskalierung kann zwischen der linearen (absoluten) und der
prozentuellen (normalisierten) Skala gewählt werden. Darüber hinaus kann das
Chart auch logarithmiert werden.
Die lineare
Skalierung stellt den Chart mit seinen originären Werten dar. Die Skala reicht
dabei vom tiefsten Wert der sichtbaren Periode bis zum höchsten Wert der
sichtbaren Periode.
Die
prozentuelle Darstellung trägt an der rechten Seite des Koordinatensystems die
prozentuale Veränderung zum Eröffnungskurs des ersten sichtbaren Wertes ab.
Diese Darstellungsform macht insbesondere beim Vergleich von zwei historischen
Zeitreihen Sinn. Diese beginnen dann im selben Ursprung, und ihre prozentuale
Entwicklung wird deutlich.
Indikatoren
Bollinger Band
Bollinger
Band
Hier
wird ein gleitender Durchschnitt berechnet, um den herum zwei Umhüllungslinien
konstruiert werden. Im Gegensatz zu den Envelopes orientiert sich der Abstand
der Bollinger Bands um den gleitenden Durchschnitt nicht an einen bestimmten
Prozentsatz sondern ausschließlich an der Standardabweichung bzw. der
Volatilität des Basistitels.
- Der Kurs neigt im Allgemeinen dazu, sich von einem Bollinger Band zum
nächsten zu bewegen. Dies erlaubt Rückschlüsse zur Kurszielbestimmung.
- Wenn sich beide Bollinger Bands dem gleitenden Durchschnitt annähern (d.h.
geringe Volatilität vorherrscht), steht oft eine nachhaltige Kursbewegung
bevor.
- Ein Ausbruch aus den Bollinger Bands lässt eine Fortsetzung der Kursbewegung
in Richtung des Ausbruchs erwarten; dies gilt insbesonders, wenn die Bollinger
Bands zum Zeitpunkt des Ausbruchs nahe ihrem gleitenden Durchschnitt waren.
Envelopes
Envelopes
Envelopes
fangen einen signifikanten Teil der Kursbewegung ein, womit eine Annäherung an
bzw. eine Entfernung des Kurses von seinem Envelopes auch konkrete
Handelssignale eröffnen kann.
Handel außerhalb der Umhüllungslinien: Bei einem Kursausbruch des Basistitels
wird eine Position in Ausbruchsrichtung eingenommen. Sofern der Basistitel,
also den oberen Envelope schneidet, wird eine Long-Position aufgebaut und
analog, sofern er den unteren Envelope schneidet, wird eine Short-Position
eröffnet.
Bei einem Handel innerhalb der Umhüllungslinien erfolgt die Eröffnung einer
gegen den Trend gerichteten Position sobald der Basistitel einen Envelope
erreicht hat. So wird eine Long-Position eingenommen, wenn sich der Basistitel
dem unteren Envelope angenähert hat und analog eine Short-Position, sobald er
den oberen Envelope erreicht. Sofern der Basistitel aus dem Envelopes
ausbricht, wird die Position kurzfristig geschlossen.
Die Kernfrage für den Handel mit Envelopes ist sicherlich, ob der Handel
innerhalb oder außerhalb der Envelopes erfolgen soll. Dies könnte in
Abhängigkeit von der jeweiligen Trendintensität entschieden werden. So wird bei
einer geringen Trendintensität der Handel innerhalb der Envelopes erfolgreich
sein, bei einer hohen Trendintensität der Handel außerhalb.
MACD - Moving Average Convergence Divergence
MACD -
Moving Average Convergence Divergence
Der
MACD wird oft als Trendfolge-Indikator verwendet. Er beruht auf der Kreuzung
von drei exponentiell gleitenden Durchschnitten. Die MACD-Linie verkörpert die
Differenz von zwei exponentiell gleitenden Durchschnitten. Der dritte
Durchschnitt ist für die Interpretation des MACD notwendig. Dieser
"Trigger" repräsentiert einen gleitenden Durchschnitt der MACD-Linie.
Aus der Kreuzung von beiden ergeben sich die Signalpunkte.
Wenn die MACD-Linie ansteigt, liegt ein Aufwärtstrend vor, andernfalls ein
Abwärtstrend. Sofern die MACD-Linie ihren Trigger von unten nach oben kreuzt,
ist ein Kaufsignal gegeben. Analog gilt ein Verkaufssignal, wenn die MACD-Linie
ihren Trigger von oben nach unten schneidet. Am erfolgreichsten fallen diese
Signale stets dann aus, wenn die MACD-Linie und ihr Trigger weit von der
Mittelpunktslinie entfernt sind, d.h. die Trendintensität sehr groß ist. Häufig
können auch Divergenzen zwischen dem MACD-Indikator und dem Kursverlauf des
untersuchten Basisobjektes beobachtet werden, welche auf einen bevorstehenden
Trendwechsel hindeuten.
Momentum
Momentum
Das
Momentum ist eine Indikator zu Identifizierung von zyklischen Schwankungen bzw.
kurzfristigen Trends. Es signalisiert eine Trendumkehr und ist ein Maß für das
Tempo und die Kraft des jeweiligen Trends.
Das Momentum zeigt die prozentuelle Preisveränderung eines Aktienkurses an. Die
Interpretation dieses Indikators hängt davon ab, für welchen Zeitraum man diese
Preisveränderung beobachtet.
Im Momentum wird die Geschwindigkeit bzw. die Kraft oder Stärke einer
Kursbewegung gemessen. Dem Indikator liegt die Erfahrung zugrunde, dass sich
starke Kurssteigerungen bei Annäherung an eine Trendumkehr zunächst nur
Abschwächen, bevor der Wertpapierkurs nach Erreichen des lokalen Maximums
sinkt. Die Bedeutung dieses Phänomens besteht nun darin, dass ein Chartist aus
der Betrachtung der Kurszuwächse bzw. -einbußen feststellen kann, in welchem
Stadium sich der Auf- bzw. Abwärtstrend befindet. Da die Gestalt der
Momentumkurve maßgeblich von dem zeitlichen Abstand (lag) bestimmt wird, ist
die Wahl des lags von entscheidender Bedeutung. Lags von 5 bis 20 Tage werden
im allg. zur kurzfristigen Analyse herangezogen.
Ein Kaufsignal ist das Schneiden der Mittelpunktslinie von unten nach oben. Ein
Verkaufssignal entsteht, wenn die Mittelpunktslinie von oben nach unten
geschnitten wird.
Moving
Average Simple (Gleitender Durchschnitt)
Simple
Moving Averages (einfache gleitende Durchschnitte) stellen den
durchschnittlichen Preis eines Wertpapiers über einen frei wählbaren
Zeitverlauf dar. Durch diese Glättung der Kursbewegung eines Wertpapiers sind
Trends leichter ablesbar. Das Kreuzen des Kurses eines Wertpapiers mit den
gleitenden Durchschnitten von unten nach oben kann als Kaufsignal - das Kreuzen des Kurses mit den gleitenden
Durchschnitten von oben nach unten hingegen kann als Verkaufssignal gewertet
werden.
Money Flow Index
Money Flow
Index
Der
Money Flow Index ist eng verwandt mit dem Relative Strength Index (RSI). Der
Unterschied liegt darin, dass der Money Flow Index auch das Volumen mit einbezieht,
wogegen der RSI seine Schlüsse nur aus den Preisbewegungen zieht.
Der MFI versucht die Stärke der Geldflüsse in und aus einem Wertpapier zu
messen. Wenn Divergenzen zwischen Kurslinie und MFI auftreten, ist dies als
Zeichen dafür zu werden, dass die Unterstützung für den Auf- bzw. Abwärtstrend
im Umsatz fehlt; es ist mit einer baldigen Trendumkehr zu rechnen. Weiters kann
der MFI auch als Überkauft/Überverkauft-Indikator verwendet werden. Suchen Sie
im Markt nach Tops, wenn der MFI über einem bestimmten Level (z.B. 80) liegt.
Gegenteiliges gilt für Böden, wenn der MFI unter einem bestimmten Level (z.B.
20) liegt.
Es gilt als Kaufsignal, wenn der MFI die Mittelpunktlinie nach oben kreuzt, ein
Verkaufssignal, wenn die Mittelpunktslinie nach unten gekreuzt wird.
Negative Volume Index
Der
NVI ist ein kumulativer Indikator. Zur Berechnung wird das aktuelle Volumen mit
dem der vorhergegangenen Periode verglichen. Wenn das Volumen gestiegen ist,
bleibt der NVI auf dem letzten Wert. Ist das Volumen jedoch gesunken, wird der
NVI durch die prozentuelle Veränderung des Kurses adjustiert.
Die Interpretation geht von der Annahme aus, dass an Tagen mit fallendem
Handelsvolumen die kleinen, falsch informierten Anleger am Markt sind, das
große Kapital sich dagegen zurückzieht. An Tagen mit steigendem Handelsvolumen
gilt dementsprechend die Annahme, dass sich die großen, institutionellen
Investoren engagieren, also das smart money. Der NVI soll demnach zeigen, wann
sich das smart money in einen Markt bzw. Titel engagiert bzw. wann es sich von
dort fernhält.
On Balance Volume
On Balance
Volume
Dieser
Indikator soll anzeigen, ob Liquidität in eine Aktie "hinein-" oder
"herausfließt". Die Berechnung stützt sich auf Schlusskurse und
Volumen. Indizes haben kein Volumen. Das ist der Grund für eine ggf.
auftretende Null-Linie des OBV.
Die Berechnung des Indikators erfolgt als eine ständig fortlaufende Summe des
Volumens. Wobei dem gestrigen OBV das Volumen des ganzen Tages hinzu addiert
wird, falls der heutige Schlusskurs höher als der gestrige ist. Fällt hingegen
der Schlusskurs im Vergleich zum gestrigen Schlusskurs, wird das Tagesvolumen
abgezogen. Gleichbleibende Schlusskurse beeinflussen das OBV nicht, das Volumen
wird weder addiert noch subtrahiert.
Positive Volume Index
Der
Positive Volume Index beleuchtet den Markt in Zeiten steigenden Volumens. Er
ist wie der Negative Volume Index ein kumulativer Indikator. Neu berechnet wird
er immer dann, wenn das Volumen im Vergleich zum Vortag gestiegen ist,
ansonsten bleibt der PVI gleich. Liegt ein Volumenanstieg vor, so wird der PVI
durch Addition der prozentualen Veränderung des zugrunde liegenden Kurses
berechnet.
Die Interpretation geht von der Annahme aus, dass an Tagen mit steigendem
Handelsvolumen sich die großen, institutionellen Investoren das smart money
engagieren. An Tagen mit fallendem Handelsvolumen gilt dementsprechend die
Annahme, dass sich dieses große Kapital zurückzieht und die kleinen, falsch
informierten Anleger am Markt sind. Der PVI zeigt also an, wann sich die
kleinen Anleger in einem Markt bzw. Titel engagieren, bzw. wann sie vom großen
Kapital verdrängt werden.
ROC - Price Rate-Of-Change
Der
Rate-Of-Change Indikator vermittelt die exakt gleiche Aussage wie das Momentum.
Dieser Indikator zeigt die Geschwindigkeit bzw. die Kraft oder Stärke der
Kursbewegungen an.
RSI - Relative Strength Index
RSI -
Relative Strength Index
Der
RSI unterscheidet sich von Aktie zu Aktie in Aussagekraft und Signifikanz, d.h.
vor der tatsächlichen Analyse des RSI ist es notwendig, sich die historische
Entwicklung genau anzusehen, um daraus Anhaltspunkte für eine richtige
Interpretation der aktuellen Situation zu erlangen. Vor allem ist dabei die
Ausschlagsstärke von Wendepunktsignalen zu beachten, damit die
Handelsentscheidung auch wirklich zum richtigen Zeitpunkt gefällt wird.
Ein Wendepunkt oder eine technische Reaktion in die Gegenrichtung wird bei
deutlichem Unterschreiten der 30er-Linie oder bei deutlichem Überschreiten der
70er-Linie signalisiert. In Sonderfällen beginnt der SRI unterhalb von 30 oder
oberhalb von 70 bereits zu drehen, während der Aktienkurs noch weiter im Trend
liegt. Diese divergente Entwicklung verstärkt das Kauf- oder Verkaufssignal und
kündigt meist eine wichtige Trendumkehr an.
Std. Deviation
Std.
Deviation
Der
Standard Deviation Indikator gibt nicht, wie die meisten Indikatoren, ein
Kauf/Verkauf Signal, sondern sagt aus, ob eine Kursbewegung am Ende ist, oder
ob eine Kursbewegung einsetzten kann. Dabei sind eventuell auftretende
Extremzonen zu beachten.
Eine steigende Amplitude steht meist für eine trendgerichtete Kursbewegung.
Eine abfallende Amplitude zeigt ein Nachlassen der Volatilität und
möglicherweise seitwärts laufende Kurse. Bei einer sehr niedrigen Standard
Deviation ist zu beobachten, dass eine geringe Volatilität vorliegt und es zu
Breakout's des Kurses kommt.
Stochastic
Stochastic
Die
Stochastic setzt sich aus zwei (exponentiellen) Durchschnittslinien zusammen,
die als %K-Linie und %D-Linie bezeichnet werden und zwischen 0 und 100
oszillieren.
Die %K-Linie errechnet sich aus der Differenz des heutigen Schlusskurses zum
Periodentiefstkurs, dividiert durch die Differenz von Periodenhoch zu
Periodentief. Zur besseren Darstellung wird dieser Quotient mit 100 multipliziert.
Die %D-Linie stellt einen einfachen gleitenden Durchschnitt der %K-Linie dar
und reagiert dementsprechend weniger regibel als die %K-Linie.
Die Stochastik Oszillatoren notieren stets zwischen 0 % und 100 %. Ein Wert von
0 % zeigt, dass der Schlusskurs des Basisobjektes dem niedrigsten Kurs im
Beobachtungszeitraum entspricht. Analog zeigt ein Wert von 100 %, dass der Schlusskurs
den höchsten Wert im Beobachtungszeitraum darstellt. Stochastik-Werte oberhalb
von 70 % oder 80 % definieren einen überkauften Zustand, unterhalb von 30 %
oder 20 % definieren sie einen überkverkauften Zustand.
Drei populäre Methoden den Stochastik-Oszillatoren zu interpretieren:
- Kaufen Sie, wenn der Oszillator (entweder %K oder %D) unter ein
spezifiziertes Level fällt (z.B. 20) und dann über diesen Level steigt. Verkauf
Sie, wenn der Oszillator über ein spezifiziertes Level steigt (z.B. 80) und
dann unter diesen Level fällt.
- Kaufen Sie, wenn die %K-Linie über die %D-Linie steigt, und verkauf Sie, wenn
%K unter %D fällt.
- Suchen Sie nach Divergenzen. Wenn die Preise z.B. eine Serie neuer Hochs
ausbilden und der Stochastik Oszillator keine neuen Hochs ausbildet, ist eine
Divergenz gegeben.
William's Acc/Dist
Dieser
Indikator entspricht einem Preisveränderungsindex, in dem vom heutigen Schlusskurs
die jeweils größte Kurs-Differenz zum heutigen Hoch bzw. Tief oder zum
gestrigen Schlusskurs subtrahiert wird.
Konkret wird bei steigenden Kursen vom heutigen Schlusskurs das True Low (d.h.
Tagestief bzw. gestriger Schlusskurs) subtrahiert, bei fallenden Kursen wird
vom heutigen Schlusskurs das True High (heutiges Hoch oder gestriger Schlusskurs)
subtrahiert. Die kumulative Summe dieser Preisveränderungen ergibt den Williams
Accumulation/Distribution, einen in beide Richtungen offenen Preisindex mit dem
Anfangswert 0.
Der Indikator soll die wahre Preisveränderung einer Handelssitzung definieren.
Diese soll größer sein als die reine Schlusskursdifferenz, sofern bei
steigenden Kursen das Tagestief unter dem Vortages-Schluss liegt bzw. sofern
bei fallenden Kursen das Tageshoch über dem Vortrag-Schluss liegt.
William's %R
William's
%R
Dieser
Indikator ähnelt stark der Stochastik, ist jedoch darauf ausgerichtet, die
Differenz zwischen Periodenhoch und dem heutigen Schlusskurs mit der
Handelsspanne des Beobachtungszeitraumes in Bezug zu setzen. Der Indikator gibt
also die relative Lage des Schlusskurses innerhalb des Beobachtungszeitraumes
an.
Werte zwischen 80 und 100 zeigen, dass der Markt überverkauft ist und Werte
zwischen 0 und 20 zeigen eine überkaufte Situation. Verlässt das %R diese
Extremzonen, wird dies als Handelssignal interpretiert.
Williams definiert für seinen %R folgende Handelsregeln:
Es gilt als Kaufsignal, wenn
- Williams %R 100% erreicht hat und
- Fünf Handelstage verstrichen sind, seit dem 100 % zuletzt erreicht wurden und
- Der Williams %R daraufhin wieder unter 85 / 95 % fällt.
Es gilt als Verkaufssignal, wenn
- Williams %R 0 % erreicht hat und
- Fünf Handelstage verstrichen sind, seit dem 0 % zuletzt erreicht wurden und
- Der Williams %R daraufhin wieder unter 15 / 5 % steigt.